Langsamer leben, Cornelia Schierl, Waldviertel | 80
Shownotes
Cornelia Schierl war viele Jahre erfolgreich im Tourismus tätig und ist Mitgründerin einer digitalen Tourismusagentur. Doch hinter Leistung, Tempo und beruflichem Erfolg wuchs zunehmend die Sehnsucht nach Ruhe, Natur und einem einfacheren Leben.Im Podcastgespräch erzählt sie sehr persönlich von ihrem Weg aus einem leistungsorientierten Alltag hin zu einem bewussteren und entschleunigteren Leben. Gemeinsam mit ihrem Mann verwandelte sie einen alten Bauernhof im Waldviertel in einen Ort der Ruhe und Begegnung.Sie hat einen Gang zurückgeschaltet und lebt nun den Spagat zwischen Land- Linkbeschreibungund Stadtleben. Den Ausgleich zur Führungsposition in der Agentur findet Cornelia am Land und vor allem in der Nähe zur Natur. Dadurch hat sie zu einem langsameren, ausgeglicheneren Leben gefunden und gelernt, mehr auf ihren Körper und ihre Bedürfnisse zu hören.Und weil es ihnen selbst so guttut, möchten sie mit Aigen 13 auch anderen Menschen diese Auszeit im Waldviertel ermöglichen. In dieser Folge geht es um Erschöpfung, den Mut zur Veränderung und die Frage, wie wir eigentlich wirklich leben möchten. Ein zentrales Thema des Gesprächs ist die Rückverbindung zur Natur und zu den eigenen Wurzeln. Was passiert, wenn wir langsamer werden? Wenn wir beginnen hinzuhören – auf unseren Körper, unsere Gefühle und die innere Stimme? Heute bietet Cornelia mit ihrem Projekt „Langsamer Leben“ jenen Menschen einen Ort, die sich nach mehr Einfachheit, Naturverbundenheit und echter Lebensqualität sehnen.
Mail für Anregungen, Feedback und Ideen (mailto:podcast@thechangemaker.at
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00:00:01: Hallo und herzlich willkommen zu ChangeMaker, dem Podcast für Zukunftsgestalterinnen und Zukunfts- gestalter
00:00:09: von
00:00:09: und mit
00:00:10: Geralt
00:00:11: Ziegler.
00:00:12: Es erwarten Sie inspirierende Gespräche mit Visionären und Vorreiterinnen aus Wirtschaftskultur und Wissenschaft – alles Zukunfts gestalter die für glückliche und erfüllte Menschen in einer gesunden enkeltauglichen Arbeitswelt brennen!
00:00:28: Unsere heutige Changemakerin
00:00:30: Cornelia Schürl.
00:00:34: Herzlich willkommen liebe Cornelia und vielen Dank, dass ich heute bei dir in deiner wunderschönen Stube sein darf und das wir heute dieses Gespräch aufnehmen dürfen!
00:00:44: Hallo Gerald, gefreut mir ganz besonders dass du den Weg von Salzburg ins schöne Waldviertel angetreten bist um uns da in Eigentrad zu besuchen.
00:00:53: Ja ich freue mich auch.
00:00:54: es ist eine superschöne Gegend aber auf die kommen wir später dann zu sprechen.
00:00:57: Die erste Frage bei mir immer wer ist denn der Mensch?
00:01:00: Wer ist denn diese Cornelia die vor mir sitzt?
00:01:04: wie würdest du dich denn beschreiben?
00:01:07: Wer ist dieser Mensch?
00:01:09: Ich sage immer, ich bin eine Vollblut-Touristikerin.
00:01:13: Also habe meine ganze Laufbahn eigentlich in irgendeiner Form im Tourismus verbracht.
00:01:21: Habe eine große Leidenschaft für Sport und bin extrem ein extrem naturverbundener Mensch und sehr tilliebend.
00:01:31: Also Natur und Tiere spielen auch ganz wichtige Rolle in meinem Leben
00:01:36: Und so gesehen ist es einfach etwas, was dich auch in deinem Leben begleitet hat.
00:01:41: Vielleicht nimmst du uns mit noch auf deine Lebensreise?
00:01:44: Wie bist du denn da?
00:01:45: Wir sitzen jetzt hier schon erwähnt im Waldviertel aber das war ja nicht dein Lebensanfang.
00:01:49: Du bist ja nicht im Wald-Viertel geboren sondern kommst aus Salzburg.
00:01:53: Genau ich komme aus einem schönen Salzkammergut, weiß genau um genau zu sein.
00:01:59: von dort wurde eigentlich immer weg und endlich starten und Karriere machen, wie das halt zu ist.
00:02:06: Wenn man in den Achtzigerjahren geboren ist als Performer war es eigentlich so ein großes Ziel, dass man einfach seinen Weg geht im Beruf und erfolgreich ist und sich da weiterentwickelt – und das ist heute in einem Kleindorf nicht so einfach, weil ich irgendwie klar hatte, ich muss einmal daraus eine gute Ausbildung haben, dann einen Schub nach dem anderen schauen, weiter höher und auch schnell dahin kommen, wie es halt so ist.
00:02:38: Den Weg bin ich auch gegangen und ja viele Jahre haben wir dann vor sechzehn Jahren selbstständig gemacht mit zwei Partnern und wir haben eine digitale Agentur gegründet für Tourismus Und genau die habe jetzt seit sehzehn Jahren Knapp fünf Jahren hat uns dann per Zufall ins Waldviertel verschlagen.
00:03:08: Also es war so kurz nach der Corona-Zeit, wo man ein bisschen ausgelotet hat.
00:03:14: okay muss wir jetzt eigentlich immer im Büro anwesend sein oder nicht?
00:03:21: Die Corona hat uns zeigt dass das nicht so ist.
00:03:23: also wir haben damals acht Wochen im Homeoffice verbracht, haben alle Arbeitsplätze auf dem Mobilung gestört und haben gesehen dass das gerade in meiner Branche sehr gut funktioniert.
00:03:34: Und das war dann für mich so ein bisschen die Bestätigung, dass es auch möglich ist vielleicht etwas weiter weg zu ziehen wenn man wieder aufs Land möchte.
00:03:44: So haben wir uns einfach unsere Fühler ausgestreckt und mal geschaut wo wir fündig werden Und warum man das gemacht hat, ja der Grund ist einfach der gewesen.
00:03:53: Dass die Sehnsucht nach Natur, nach Land leben und noch Ruhe auf einmal so extrem groß wieder worden ist.
00:04:02: Also nachdem ich eigentlich über sehr viele Jahre so ein High-Performer war und wirklich auf jeder Ebene Gas gegeben habe – also ich hab viel gearbeitet, ich hab immer Leistungssport gemacht, hatten wir alles voll taugt.
00:04:15: aber irgendwann ist da Punkt gekommen wo mich da leider Ganze ein bisschen überrollt hat, habe ich vielleicht zu viel Gas gegeben.
00:04:25: Es kennen F-Vueleid und dann war einfach dieser Wunsch nach einer Gegenbewegung da.
00:04:34: Und danach das ganze wieder ruhiger anzugehen und mehr Balance vielleicht wieder ins Leben zu bringen.
00:04:40: Darf ich noch mal auf diesen Punkt zurückkommen?
00:04:44: Denn den Punkt kennen eben so wie du gesagt hast wahrscheinlich einige Leute diese Schwelle quasi oder dieses Hindernis, dieser Ruf oder wie wir es bezeichnen, dass das Leben irgendwie doch nicht so optimal läuft.
00:05:00: Kannst du dich erinnern?
00:05:01: War das eine einzige Situation?
00:05:03: Hast du mehrere Situationen gegeben oder wird sich das... Wie war diese Situation damals, wo du das Gefühl hattest?
00:05:09: Es ist zu viel.
00:05:11: Die extreme Sportsituationen, die Verrufssituation alles spitzt sich irgendwie zu und jetzt brauchst noch etwas anderes.
00:05:19: Das kann so nicht mehr weitergehen.
00:05:22: Also bei mir ... es war jetzt nicht so eindeutig.
00:05:25: Es war natürlich schleichend.
00:05:28: Ich hab immer wieder gemerkt dass ich Phasen gehabt habe, wo man alles zuviel geworden ist aber die habe ich irgendwie ... Irgendwie immer wieder gut übertaucht und bin dann in mein Fluss reinkommen.
00:05:40: Ich habe wieder Erfolgserlebnisse gehabt, das hat mich gepusht und dann geht es immer weiter.
00:05:46: Und Ausschlaggebern war eigentlich, dass ich ganz ehrlich gesagt, ich wollte ein paar Kilo abnehmen und bin aber dann so in dieses Optimieren reingefallen und mir das voll taugt.
00:06:02: Und dann habe ich innerhalb von vier Monaten zehn Kilo abgenommen, am Anfang dadurch mich sehr gut und sehr fit gefühlt.
00:06:11: Also da war er extrem fit in der Zeit!
00:06:14: Und dann auf einmal war es aber so dass ich keine Kraft mehr gehabt hab, keine Energie mehr... ...und ich habe nicht gewusst warum weil jetzt habe ich ja viel gut trainiert, ich habe einen sehr fitten Körper gehabt oder halt in meiner Hinsicht wir haben schon viele Leute darauf angerät.
00:06:30: das ist Ja, die waren verwundert irgendwie über meine Erscheinung dann.
00:06:37: Und dasorge war einfach dass ich da kein Energie mehr gehabt habe und... Dann ist es schwierig geworden.
00:06:45: ja weil dann war er jeden Tag gemiert und auf einmal hab ich gemerkt okay das Essen ist anstrengend und da war dann einfach so ein totales Tief Und dann ist immer schlimmer geworden.
00:06:56: Also aus dem bin ich dann nicht mehr so leicht auszukommen und das ganze hat dann leider einen ziemlichen Rattenschwanz nachzogen mit gesundheitlichem Folgen, ja also ich habe einfach wahrscheinlich in dieser Phase irgendwas überschenken von der mich wenig zu mir genommen hab und und das hat aber dann langsam über ein längeren Zeitraum da körperliche Symptome ausgelöst, mit denen ihnen gerechnet haben und was sie ja nicht wettert.
00:07:26: Und das hat dann dazu geführt, dass ich irgendwas ändern hab müssen weil ich halt jetzt nicht mehr die Power gehabt habe um mein Leben so zu führen wie es bisher geführt
00:07:38: hatte.
00:07:39: Ich sage ganz gerne, dass das Leben uns gewisse Signale sendet und trotzdem nicht jeder Mensch dann diese Signale richtig deutet.
00:07:46: Sondern dann gibt es ja oft Menschen die dann so ein Kämen oder eine neue Blutoptersuche machen oder vielleicht die Medikamente nehmen oder jene naches Ergänzungsmittel nehmen und dann wieder weitermachen.
00:07:55: Hast du eine Idee?
00:07:58: Was ist bei dir ausgelöstet, dass du dann umgeschwenkt hast?
00:08:00: Du sagst, ich muss mein Leben verändern und nicht nur ein neues Nahrungsergänzungsmittel oder noch irgendwie oder weniger trainieren.
00:08:08: Sondern was du willig diesen Schwenk gemacht hast sozusagen grundsätzlich etwas Neues zu denken.
00:08:14: zumindestens
00:08:16: Ja, also das war ein ganz schwieriges Thema.
00:08:19: Aber ich bin froh, dass du mich fragst weil ich schon ganz oft überlegt wie mit dem auch noch außen gehen kann.
00:08:26: Weil vielleicht hilft es irgendwann beim anderen der dann gescheitert ist wie, denn ich habe es dann erst nachher ändern können.
00:08:33: aber bei uns war es so, dass wir eine Familie gründen wollten und das einfach nicht mehr möglich war.
00:08:39: Und damit habe ich mir gerechnet weil in meinem Leben eigentlich immer alles erreicht hab was ich erreichen wollte und das habe ich aber nicht beeinflussen können.
00:08:49: Und die Ärzte mir dann nur dazu gesagt haben, ja wahrscheinlich Stress- und Leistungssport kann sowas herbeiführen.
00:08:58: Das war für mich, ist da Wärtsanbruch, wie dem ihr gesagt habt, dass das was eigentlich mein Leben ausgemacht hat und das was mir immer voll taugt hat jetzt daran schuld ist, dass des was ich gern hätte, ich nicht gerückt.
00:09:11: Und dementsprechend Und bin da natürlich in einer ganzen Orgslucht gefallen und hab das einmal alles verarbeiten müssen, halt sehr lang dauert.
00:09:23: Ja...und das war zu des letzten E-Tüpfelchen sag ich mal wo was einfach dazu geführt hat dass ich gesagt habe ich muss jetzt irgendwas in mein Leben ändern und die muss auch aus der Stadt raus wo ich quasi in unserem Umfeld alle an dem Alter waren das gerade eine Familie gründet haben und ich hab mir das nicht anschauen können.
00:09:46: Das heißt, das Leben hat ja schon ganz ordentliche Aufgaben gestellt.
00:09:50: Dass du quasi ein anderes Leben eigentlich dir irgendwann einmal ausgesucht hast und es aber nicht in deinem Berufszeichen vorhanden war?
00:09:58: Genau!
00:10:01: Ja... Es war in meinem Bewusstsein schon vorhandene, aber ich glaube ein bisschen tief begraben weil das was ich jetzt lebt ist eigentlich das wie aufgewachsen bin.
00:10:11: also Wenn man es so sieht, bin ich zurück zu meinen Wurzeln die mir jetzt wieder Kraft geben.
00:10:18: So würde ich das mal formulieren.
00:10:19: Ja.
00:10:20: Und jetzt spannen wir die Zuführerinnen und Zuförern immer länger auf der Folter, wie ist das jetzt?
00:10:25: Ihr seid dann ... habt ihr mit deinem Mann Matthias quasi ausgeschwirtet und habt euch noch einen neuen Leben unter Anführungszeichen umgesehen.
00:10:35: Wie war denn dieser Vorgang dann?
00:10:37: Wie irgendwann dieses ... ja auch die Kraft wieder zurückgekommen ist und du gesagtest okay, ich nehme das Leben an oder nehme die Herausforderung an und wir suchen uns was Neues ein neues Lebensaufgabe, ein neues Mittelpunkt.
00:10:50: Ja, wir wollten einfach aufs Land ziehen.
00:10:53: Raus aus der Stadt und das war in Salzburg einfach nicht so leicht möglich.
00:11:00: Wir wollten natürlich in erster Linie jetzt nicht von Salzburg weg.
00:11:03: Da ist unsere Familie, da sind unsere Freunde, unser ganzes Umfeld an unserer Arbeit natürlich aber es hat sich doch sehr schwierig gestaltet muss ich sagen ja finanziell und auch dass man einen richtigen Platz findet wo das möglich ist.
00:11:19: Es hat mehrere Jahre gedauert, wir haben einfach sehr intensiv geschaut und witzigerweise war es dann so zu einem Zeitpunkt wo ich schon ein bisschen frustriert war weil sich keine Lösung aufgetan hat.
00:11:33: Da habe ich dann per Zufall das Objekt in dem wir jetzt sitzen oder halt das Exposé von diesem Objekt gefunden nur im Waldviertel Wo wir davor noch nie waren in unserem Leben.
00:11:52: Also wie es mir zu schlecht ging, habe ich ein paar Monate Auszeit-Knummer vom Job um mich zu erholen und da war ich im Müllviertel da in der Nähe auf einer Pferder Range Und... Da hat's mir extrem gut gefallen als ob immer das Gefühl gehabt wenn ich dahin gefahren bin dass ich auch mal Luft kriege also dass ich so durchatmen kann und das war für mich schon immer so Und ich war dann auch mal bei einer, wie sage ich immer zu, Sternenfrau.
00:12:21: Also die halt quasi so die Astrologie macht oder halt.
00:12:24: zumal hat man mein Sternenbild gezeigt und gezeichnet.
00:12:29: Ich habe erzählt dass ich mich im Mühviertel sowohl fühle und die hat dann nicht zu mir gesagt ja vielleicht was zu denen wo du aus der Gegend ahnenn oder so.
00:12:41: Über das haben wir dann nicht weiterhin Gedanken gemacht, aber wie wir da hergefahren sind und den Hof gefunden haben.
00:12:49: Und uns irgendwie sofort Schock verliebt haben in dieses ganze Anwesen – jetzt wohnen wir fünf Jahre da!
00:12:55: Wir fühlen uns da so angekommen und sowohl.
00:12:58: Jetzt kommt man immer wieder mal hinten hin.
00:13:01: Vielleicht hat es ja doch irgendein Hintergrund, dass wir da gelandet sind.
00:13:05: Ja wo sind wir?
00:13:06: Wir sind mitten im Waldviertel in Eigen Und beschreib uns einmal, wo das genau liegt.
00:13:11: Dass die, die auch nicht von der Wahlviertel gegen sind auskennen ungefähr?
00:13:17: Also Eigen ist ein kleiner Ort mit ungefähr, glaube ich, sixer-dreißig Einwohnern.
00:13:25: Oberhalb von Großgärungs und Großgährungs liegt ungefähr zwischen Freistaat und Zwickl.
00:13:32: So beschreibe es immer.
00:13:33: Und man ist in einer Viertelstunde im Müllvierteltrömen oder in einer Vorviertellstunde in Tschechien
00:13:39: Also relativ nördlich in den nörderlichen Gegend von Österreich.
00:13:43: Genau!
00:13:44: Und ihr habt so einen Dreiseithof, wie ich es so erfahren habe.
00:13:47: Erzählst uns mal, wie das aussieht und was ihr da so macht?
00:13:52: Genau also drei... wir sagen immer dreiviertelhofe weil sie ist nicht der typische Dreiseidthof.
00:13:58: Es ist aber auch kein vierseitthof.
00:13:59: jetzt deswegen haben wir gesagt zu Dreivierteln, weil es so gibt quasi drei Seiten des Hauses die mit Räumen bewohnt sind, dann gibt es noch eine Scheune und dann gibt's nur ein Tor.
00:14:15: Und genau im Haugthaus ist unser Wohnung und hintenraus eine Ferienwohnung, die wir gemacht haben.
00:14:23: Dann gibt es nur einen Seitentrackt, das war früher das Austraghaus.
00:14:26: Da ist auch einer Ferien-Wohnung drin.
00:14:28: Wir haben jetzt zwei Ferien Wohnungen, die vermittelt werden und in einer Wohnung wohnen wir.
00:14:34: Und da haben wir noch einen kleinen Hofladen eingerichtet für unsere Gäste.
00:14:38: Und ja, im Innenhof und rund um dem Hof einige nette gemütliche Naturplätze wo sie unsere Gäste einfach aufhalten können.
00:14:48: Und ihr habt so den Slogan langsam leben.
00:14:50: Langsamere Leben.
00:14:51: Langsamer Leben genau!
00:14:53: Genau
00:14:53: das ist auch wirklich so wie ich durfte auch jetzt hier wohnen zwei Nächte lang und es spürt man wirklich dass man wenn man hier ankommt einfach entschleunigt wird.
00:15:03: warum auch immer so passiert?
00:15:06: Ja, ich glaube das ist der alte Hof.
00:15:10: Der hat so eine Ausstrahlung, so eine Ruhe die gestern oft haben wenn es da bei der Hoftür einer kommen und diese alten Sturmauern sehen und den Innenhof.
00:15:20: Das hat eine Ausstrahlung also da fahren wir gleich mal ein bisschen runter.
00:15:25: Und wenn sie dann ein paar Tage da sind... Ich glaube, spätestens nach dem zweiten Tag weiß man warum langsamer leben.
00:15:32: Weil da im Waldviertel generell die Ohren anders ticken und auch bei uns am Hof.
00:15:37: also die ganze Umgebung hat einfach diese Wirkung dass man automatisch einen Gang zugeschaltet Und es ist extrem ruhig.
00:15:50: Das trägt ein Teil dazu bei
00:15:54: Und es steht ja überall langsamer Leben.
00:15:56: Ja genau, man hat's auch vor Augen gebrandet.
00:15:58: Ich hab's gut gebranded, genau!
00:16:00: Da sieht man das du aus der Marketingbranche
00:16:02: kommst.
00:16:05: Es ist auch sehr... Also eine andere Frage nach, wisst ihr wie alt dieser Hof ist?
00:16:11: So von der Grundsatz.
00:16:12: Weil
00:16:13: bei einem Bauernhof,
00:16:14: wie du mir erzählt
00:16:15: hast.
00:16:15: Genau
00:16:15: so ein Bauernhof, die Substanz, die Grundsupsanz ist immer noch gleich.
00:16:22: Wir haben in der Scheune an Balken, da steht ein Datum drauf und wenn ich mich jetzt richtig daran erinnere ist es glaube ich, aus dem Jahr eighteen sechsundfünfzig.
00:16:31: So ungefähr.
00:16:32: Okay
00:16:32: also schon einige Zeit alt.
00:16:35: Und das steht auch vermutlich auf einem Kraftplatz weil es gibt so viele im Waldviertel.
00:16:40: Das ist ein sehr kraftvoller Gegend Und das spürt man auch immer herkommt.
00:16:45: Das will ich da, die Ruhe ist einfach innerhalb von diesem Raum und durch diese drei Seiten, durch diese Geschlossenheit habe ich so den Einbau auch, dass dann wirklich dieses Zentrum in der Mitte dieser kleinen Garten, denen ich angelegt hab, dort die Ruhen stehen kann.
00:17:01: Wenn wir es gibt, also Bänke wo man sich hinsetzen kann wenn eine Sonne scheint und sich sozusagen die Seele baumeln lassen, da drinnen im Innenhof, da ist man auch sehr geschützt, das finde ich cool!
00:17:13: Genau, da ist man geschützt.
00:17:18: Es ist windgeschützt auch, es ist ja cool weil wir oft im Winter auf dem Bankerl sitzen wenn die Sonne scheint.
00:17:30: Kann sein dass der Kraftplatz ist also für uns ist es auf jeden Fall ein Kraftplatz.
00:17:34: Und ja, ob das auch.
00:17:35: Das muss man auch sagen sehr liebevoll und mit sehr viel Feingespür und Feingefühlen und mit einem sehr viel Detailtreue wirklich super toll gestaltet.
00:17:45: Es ist wirklich richtig gut gelungen also mit sehr ästhetischen Geschmackern und Feinsinn.
00:17:53: Danke!
00:17:54: Richtig cool kann man nur empfehlen.
00:17:57: Ja danke, ja das ist mir extrem wichtig dass... dass irgendwie diese, also die Substanz von dem alten Haus und dieser Charakter erhalten bleibt aber das man trotzdem an Komfort hat.
00:18:12: Und dass sie die Gäste bei uns einfach wohlfühlen.
00:18:15: Unser Ziel ist halt das was wir da jetzt erleben und so dieses Wohlbefinden, dieses ein bisschen langsamer Leben, Ja, ein bisschen in eine andere Welt eintauchen weg vom Alltag.
00:18:30: Meine Auszeit für die Seele.
00:18:32: Dass wir das einfach auch anderen Menschen ermöglichen mit unseren fairen Wohnungen, dass sie das da bei uns spüren können.
00:18:39: Und wie ist so direkt und ja Gäste hier ankommen?
00:18:44: Ja, Gott sei Dank.
00:18:44: Sehr gut!
00:18:45: Also ich sage immer es finden uns die richtigen Gäste.
00:18:48: also unser Marketing glaube ich funktioniert gut weil die Gästchen jetzt zu uns kommen die passen zu uns und so wie das Feedback ist glaube ich erreichen wir da unser Ziel weil die fühlen sie alle sehr wohl.
00:19:05: Sie schätzen die Ruhe einer gefällte Umgebung sie fühlen sich in den Wohnungen wohl sie schlafen gut sie erholen sich.
00:19:14: Wir haben keine Fernseher in die Wohnungen, sondern Büchersammlung, Pustelmenü.
00:19:19: Also Sie können sich da einfach anderweitig beschäftigen und dadurch einfach mal ein bisschen die Seele baumeln lassen.
00:19:28: und ja, einfach so sein wie sie sind!
00:19:32: Man muss sie bei uns nicht verstöhn, man muss es nicht aufgesetzt sein, sondern man kann so sein, wie man ist.
00:19:38: Ungeschminkt Barfuß, völlig egal... Einfach einmal gehen lassen.
00:19:46: Und hast du das Gefühl, weil es geht?
00:19:47: ja der Podcast heißt auch Verzuchungsgestalter und Gestalterinnen.
00:19:51: Hast du das gefühlt dass die Menschen suchen immer mehr?
00:19:55: Dass das gebraucht wird so etwas?
00:19:58: Ja ich glaube sehr also und ich glaub dass das in Zukunft immer mehr gesucht und gebrauchten wird.
00:20:09: Ja einfach weil die Schnelllebigkeit war vor Corona schon auf einem sehr guten Level, dann waren wir mal null.
00:20:18: Dann waren wir Pause und danach ist es nur schneller geworden.
00:20:21: Und so ist die Entwicklung weiter.
00:20:25: Ich glaube gerade einmal in der Stadt wohnt und nicht so am Rush drinnen ist.
00:20:33: Da ist ja nicht nur von Armour Law abhängig sondern man ist da auch in dem Umfeld wo man wie mir in einem Sog einfach mitzogen wird.
00:20:41: Da kam er so wenig aus.
00:20:44: Das nimmt einfach sofort auf und man braucht dann von Zeit zu Zeit die Gegenbewegung.
00:20:51: Also ich glaube sehr, dass das in Zukunft noch mehr benötigt wird!
00:20:56: Ja, wir haben uns ja über mein Buch Neugeboren aus dem Wald auch kennengelernt und überlege auch so etwas anzubieten.
00:21:02: In diesem Zusammenhang habt ihr schon einmal begonnen eine neue Wahlstück zu gestalten.
00:21:07: Möchtest du da etwas erzählen?
00:21:09: Ja, voll gerne!
00:21:09: Weil das ist mein Baby sozusagen, mein neuestes.
00:21:15: Wir haben hinter unserem Hof einen kleinen Hügel mit sehr alten Föhren stehen... ein kleines Wäldchen, das wir von unserem Nachbarn jetzt gepachtet haben und wo wir einen Wellneswald rein bauen.
00:21:31: Das heißt, wir machen den Wald den Gästen zugänglich in dem dass wir verschiedene Stationen dort installiert haben wie zum Beispiel an Balancier Balken aus einer Eidenföhre an Barfußweg, Meditationsstein aber auch unterschiedliche Hängematten unter Yoga-Plattform Also einfach verschiedene Plätze, wo man sie dann aufhalten kann um den Wald aus den unterschiedlichsten Perspektiven zu genießen und auch wahrzunehmen.
00:22:04: Und passend dazu gibt es so eine kleine Journal, wo das alles erklärt ist damit man einfach inspiriert wird oder man kann noch einfach auf eigene Faust hingehen und machen was man will.
00:22:15: Sehr cool!
00:22:16: Und jetzt machen die Gäste so wenn's keinen Fernseher gibt.
00:22:18: am Abend Ist das nicht sehr ungewohnt?
00:22:22: Die meisten sagen, dass einer das total taugt.
00:22:25: Dass kein Fernseher gibt weil sie halt einfach mehr miteinander reden.
00:22:29: oder im Sommer sitzen draußen und schauen in die Sternen oder wir machen ein Lagerfeier.
00:22:40: Wir haben natürlich eben auch in den Wohnungen wie ich vorher schon gesagt habe so... Puzzle oder Spiele.
00:22:47: Man sitzt dann halt wieder mal zusammen und macht vielleicht wieder mal ein Brettspiel, ganz unterschiedlich.
00:22:53: Aber natürlich im Sommer wenn der Tag lang ist, sitzen wir viel draußen in der Natur und genießen das so einfach.
00:22:58: Kann man auch vorher den Tag ausklingen lassen?
00:23:01: Genau!
00:23:03: Wenn du jetzt so auf deine eigene Geschichte zurückblickst, das war ja sehr bewegende Geschichte.
00:23:07: Du erzählst und vielen Dank auch für deine Offenheit!
00:23:10: Und du würdest jetzt den Zuhörern und Zuhöhrer einen Radschlag immer so ein Schlag so eine Idee mitgeben?
00:23:19: Wie könnten Sie diese notwendigen Veränderungen vielleicht ein Stück weit früher... angehen?
00:23:26: Was würdest du denn da erzählen, nämlich auch so im Sinne von ja es gibt die schnelle Welt natürlich.
00:23:31: Das ist klar, die können wir jetzt nicht abstellen oder abstoppen aber ich glaube das braucht doch immer diese Tankstelle zwischen wieder eben mit diesem langsame Leben und dem Auftanken.
00:23:42: Wie könnte man hier dieser Balance besser in Griff haben als wie vielleicht manche in Griff habe?
00:23:51: Das finde ich eine total schwierige Frage Weil aus vielen Erzählungen und eigenen Erfahrungen weiß ich, dass man seine Erfahrungen immer selber machen muss oder dann wirkt halt mehr.
00:24:05: Das ist das Gleiche wie wenn deine Eltern sagen du das und des nicht und du tust es trotzdem, weil du wirst das selber erfahren.
00:24:11: Eine Frage gerade bei den Eltern ist bist du dann so?
00:24:13: Genau!
00:24:15: Und von dem her glaube ich es voll schwierig weil du kannst beim zehnmal sagen das und das wäre gut aber leider... schwenken die meisten erst Ahnung oder denken Ahnung, wenn halt wirklich irgendwas gravierendes ist.
00:24:29: Also das glaube ich weiß mal eh, dass es sehr oft so ist.
00:24:35: Ja der Tipp wäre trotzdem, dass man halt einfach rechtzeitig schaut, dass wir Auszeiten einplanen oder dass man einfach schaut dass man in einer Balance bleibt und den Bogen nicht permanent überspannt weil Wenn man jetzt zur Tempo fort, dann merkt man eigentlich ... wenn man es hier ein bisschen gut kennt.
00:24:59: Also sowas hat bei mir auch eh immer, wenn's zu viel ist.
00:25:05: Die Frage ist, reagier ich dann drauf oder tauche drüber und mach weiter?
00:25:09: Und wenn ich das schon merke... also das wäre halt mein Ding im Nachhinein.
00:25:13: Das ist mir immer gescheiter!
00:25:20: Wenn ich nun mal in so einer Situation bin, wäre oder mittlerweile kann ich mich da besser.
00:25:26: Dann weiß ich jetzt schon wie ich reagieren muss damit die nicht drüber taucht sondern dass sie einfach sagt okay es ist jetzt zu viel ich brauche eine Pause Ich gehe jetzt auch runter spazieren oder enten wollt oder ich gehe reiten oder ich geh halt früher schlafen weil Schlaf ist auch extrem wichtig.
00:25:46: Also, dass man einfach ein paar Tools in einer Sätze hat und wenn es nur kurz ist, ein bisschen einbremst oder aberholt bevor es wieder weitergeht.
00:26:01: Ist das auch so eure Vision hier?
00:26:04: Das auch so etwas anzubieten?
00:26:06: Ja, in jedem Fall!
00:26:09: Unser Platz hier ist genau für diejenigen, die Ruhe suchen oder die eben auch Auszeit brauchen.
00:26:16: Ideal!
00:26:17: Weil du hier eine extreme Reizreduzierung erfährst.
00:26:27: also das zu wenig Ablenkung wirst nicht so viel auswählen wie in der Stadt.
00:26:33: Du hast einfach Komfort Aber halt viel minimalistischer, als wenn es jetzt in so einem Überangebot wie in der Stadt ist.
00:26:47: Also du musst vier Kilometer ins Geschäft habe fahren, also überlegst du vorher was eigentlich alles brauchst und du fährst nicht jeden Tag dahin zum Beispiel.
00:26:55: Und wenn man dann kein Auto hat, sondern mit dem Fahrrad unterwegs ist, dann überlegt man
00:26:59: sich den Autobahn.
00:27:03: Ja, es wäre ja auch ideal für diese modernen Begriffe der Workation.
00:27:07: Das heißt also auch für Menschen die eine Auszeit und trotzdem in wenig arbeiten wollen, das kombinieren wollen, da wär's ja auch Ideal, weil da hätte man ja genug Platz in dieser... Wohnungen sind ja komfortabel und haben schöne Tische, wo man seinen Laptop abstellen kann.
00:27:23: Und vielleicht auch noch ein zweites Buch mitnehmen kann?
00:27:26: Ja, die Wohnungen waren sehr groß.
00:27:28: Da hat man genug Platz.
00:27:29: Und was auch sehr wichtig ist – wir haben Glasfaser!
00:27:32: Also wenn man jetzt online arbeiten muss dann ist das sehr gut möglich.
00:27:40: Es gibt zwei große Vorteile.
00:27:43: Der erste Vorteil ist, dass man nicht so abgelenkt ist.
00:27:45: Man kann sich gut fokussieren und bei der Arbeit bleiben.
00:27:47: Und der zweite Vorteil wenn man eine Pause braucht macht man die Tiere auf und stellt in den Wesen.
00:27:54: Also man hat halt dann sofort die Natur vor der Tür und kann da die Pause sehr regenerativ nutzen.
00:28:03: Ja, man weiß ja auch wenn man es baufußig in der Wiese steht dann ist das wesentlich besser zum entspannen und auch zum Energie abbauen also wenn man irgendwo auf dem Auffall steht mit Plastikschuhen noch dazu.
00:28:13: Genau.
00:28:15: Und ich finde sie total inspirierend!
00:28:17: Also ich muss sagen wenn ich in Wald gehe oder eine Runde spazieren gehe Und ich habe irgendein Thema, wo ich noch keine Lösung habe oder so.
00:28:26: Dann kommen wir da meistens die besten Ideen.
00:28:31: Ja, vielen Dank!
00:28:32: Es war ein spannendes und sehr inspirierendes Gespräch und ich freue mich, wenn wir wiederherkommen dürfen.
00:28:37: Vielen Dank!
00:28:37: Ich würde mir auch freuen.
00:28:38: Danke fürs Gespräch!
00:28:39: Danke dir!
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